Wanderer! Kommst du stadteinwärts, die alte Löbstedter Straße auch Saal-Bahn-Straße genannt, entlang gelangst du zum "Zwetzentor".

"...es könnte auch wol das Jacobs- oder Löbsteter Thor genennet werden, weil es unweit von der Jacobs-Capell und Siech-Spittel liegt,[...] denn Löbstät liegt diesem Thore näher als Zwetzen.", so Adrian Beier.

Er schreibt weiter: "Wird von Johanne Grunern, Amtschössern zu Jena genennet das Hammertor, entweder von seinem Baumeister, oder anderen Zufällen. seine Worte im Erbbuche A.C. 1569. gemacht, lauten also: Baltzer Börner Junior III. Acker vor dem Hammerthor unterm Spittal[...]".

Das nun also Zwetzener Tor genannte Tor, begrenzte die Zwetzener Vorstadt, welche vorher Nollendorf genannt wurde, gen Norden ab.

Für den Abriss des Tores gab Minister Goethe höchstselbst den Auftrag.

Heute noch zu sehen sind die Reste des Meisterschen Gutes, eines Vorwerkes direkt vor dem Tor.

Gebaut wurde es um 1600 vom Amtsschreiber Christoff Schlichtegrull.

Nach dessen Tod erwarb der renommierte Anatom Dr. Werner Rolfinck das Gut 1625 und baute es aus.

Es war zu der Zeit eines der Vornehmsten Häuser in Jena.

Von 1825 bis zu ihrem Tod 1847 lebte die Schwägerin von Friedrich Schiller, Caroline von Wohlgezogen, hier im Meisterschen Gut, wie es dann zu ihrer Zeit hieß.

Nun Wanderer, tritt wieder ein in die Stadt Jena und laufe durch die Zwätzengasse und die Ballhausgasse zum Bären.