Lass dich führen in eine Zeit als keine Autos hier verkehrten.

Im Bereich des einstigen Engelgatters (R) oder Creuzgatter und des Engelthores (Q) auf dem Weg zum Ziegelthor liegt heute der Ernst Haeckel Platz.

Die heutige Straße verläuft entlang des ehemaligen Judengrabens oder Jüdengraben (je nach Überlieferung).

Die kleine Brücke, die am Engelgatter über den Graben führte, nannte man Kreuzbrücklein oder später Engelbrücke.

Über sie lief der Weg durch das Magdalenen Tal, welches auch Magdeltal genannt wurde, über den Forst nach Magdala und weiter nach Blankenhayn.

Auf alten Karten siehst du etwa auf Höhe der heutigen Lutherstraße den Lotter oder Leuterborn, er wurde auch Lutherbrunnen genannt.

Er war wohl ursprünglich ein kleines Quellgewässer wurde dann aber eingefasst.

Obwohl Martin Luther 1524 in Jena gepredigt hat, kommt der ursprüngliche Name, ebenso wie der der Leutra selbst, vom klaren und sauberen Wasser den er führte und nicht vom großen Reformator.

Im Jahre 1577 wurde der  Brunnen neu gefasst und mit einer lateinischen Inschrift versehen :

"... Limpidus hic scatet & gelidis pellucidus undis fons, sua cui bonitas nomen habere dedit..."

(Hier entspringt eine klare und eisige Quelle, deren Güte ihr ihren Namen gegeben hat)

Die Bilder zeigen den Schillergarten von Südwesten (Goethe Zeichnung), von Norden (1942), die Bietzenburg (1897 erbaut), das neue Postcaree (1954/57), die Villa an der Westbahnhofstraße (1927) welche später der, auf den Bildern im Bau befindlichen (1963) und fertigen, Zeiss Poliklinik weichen wird.