Über die Bedeutung der Ziegelei am Prinzessinnengarten kann ich dir heute nicht mehr viel sagen, Wanderer.

So musst du leider mit wenig Wissen, dafür aber mit einigen Bildern vorlieb nehmen.

Unser wackerer Chronist Beier schrieb: "...Im Jahre 1668 wurde die Ziegelhütten hinter dem Fürsten-Keller in der Leimsgrube gebauet...".

So wissen wir über den Bau mehr als über das Verschwinden.

Sie muss etwa bis Mitte der 1920'er, Anfang der 1930'er Jahre existiert haben.

Auf Karten von 1928 ist sie noch abgebildet und auf Karten von 1933 ist sie verschwunden.

Das erste Mal ist sie auf einem Kupferstich aus dem Jahre 1701 zu sehen.

Dort ist eine "Ziegel Hütten" benannt, welche wohl das Vorläufergebäude vom Gebäude auf den Fotos war.

Sie scheint auch in späterer Zeit noch von einiger Bedeutung gewesen zu sein, da sie, wie zu erkennen, öfter auf Fotos abgelichtet wurde.

Die letzte Aufnahme mit Bezug zur Ziegelei ist von Hans Fischer, welcher das Wohnhaus neben der ehemaligen Ziegelei, 1931 aufnahm.

Aus Aufzeichnungen lässt sich erfahren, dass ein gewisser Maurermeister Timter die Ratsziegelei 1826 erworben hat, und das sie 1859 in den Besitz von einem Bernhard Böhme überging.

Ob die Ratsziegelei diese Ziegelei war oder die Ziegelei am Engelgatter, kann ich dir leider nicht beantworten.

Sicher ist allerdings, dass die Ziegelei am Prinzessinnengarten noch 1885 Böhmsche Ziegelei genannt wird.


So Wanderer, wende dich nun durch die St.Jakobs Straße dem Spittelplatz zu...