Die Plumpmühle, neuerlich genannt die Ölmühle, aus dem 16. Jahrhundert, war noch 1887 in Betrieb.
"... (sie) ist uff der rechten Seiten des Leuterbachs, eine [...] Walckmühle. Uff der lincken aber eine gangbare Schlag-, Oehl-, Grütz- und Würtzmühle, mit zweyen Rädern [...] (sie) hat ihren Namen vom plumpen oder Klang des Wasserfalls von dem Rade..."
Die Mühlgebäude haben sich direkt am künstlichen Arm der Leutra befunden, sie wurden um 1896 abgerissen, als sämtliche Mühlen im Mühltal bis in die Innenstadt stillgelegt wurden um die Trinkwasserversorgung der Stadt zu sichern.
Die Ölmühle besaß auch eine "Schankgerechtigkeit". Das Gebäude mit der Gastwirtschaft "zum wilden Mann" befand sich an der Weimarer Straße und war eine der beliebtesten Kneipen außerhalb der Stadtmauer.
Bei einem Umbau 1903 wurde der Turm abgerissen, das Gebäude aufgestockt und der Torbogen aus dem 16. Jahrhundert an der Kaiser Wilhelm (August Bebel) Strasse beseitigt, aber an der Grundstücksgrenze unmittelbar an der Leutra, am Lommerweg wieder aufgebaut.
Die im Prinzip bis heute erhaltene Gestalt erhielt die Ölmühle 1936/37, als der Besitzer Hermann Schoele den Jenaer Architekten Kühne mit einem erneuten Ausbau beauftragte.
Auf den Karten ist die Lage der Ölmühle neben der Naumühle deutlich erkennbar und die Fotos und Zeichnungen zeigen den Lauf der Zeit. Im übrigen ist hier ein dir sicher unbekanntes Foto der Gaststätte zur Ölmühle aus dem 19.Jahrhundert zu sehen.
















