Wanderer du kommst voran im Mühltal. Jetzt bist du an der Weidigsmühle.

Über diese Mühle ist wenig überliefert.

Im Geschoßbuch von 1406 ist sie erwähnt:"...ein Weingarten am Haczenberg kegin der Kexmöl und ein solcher obir der Wydischenmöl...".

Hier wird im übrigen die Schleifmühle Kexmühle genannt, sie taucht aber auch als Gexmühle und Gexmollen in alten Urkunden auf und ist wohl nach dem Besitzer, Namens Kecke, benannt.

Von Adrian Beier weiß man über den Aufbau: "Die Weidichs-Mühle, ist eine Mehlmühle, mit 2. Rädern oder Gängen, liegt zwischen Parasken- und der Nau-Mühlen, ist mit Mauern und Wenden wohl verwahret, und hat ihren Namen von den darbey stehenden Weiden. ...".

Das ist sehr dürftig, leider kann heute keiner mehr genaueres zur Mühle erzählen.

Berichten könnte ich dir noch über die Besitzverhältnisse zu Beiers Zeiten.

Vom Bau berichtete eine Inschrift links neben dem Eingang: "1606 hat der erbare Meister Hans Zeiteler und seine Frau Locia haben dise Mile gebawet". (hier ist wohl ein Umbau gemeint)

Ihr Sohn Johan Zeidler, auch Besitzer der Nasenmühle, hatte keine Erben und verkaufte die Mühle, vor seinem Tod 1640, an den Doktor der Jurisprudenz, Justinus Schellhase.

Das ist leider alles zur Weidigs- oder Weidichsmühle was ich dir erzählen kann.