Wandersmann, an diesem Ort ist vieles verändert nur manches ist noch erhalten.
Die Naumühle oder Neumühle stand auf dem Grundstück der heutigen Talstraße 38. Sie wurde auch Schrötersmühle oder Rhanißmühle genannt.
Schrötersmühle nach ihrem Besitzer dem ersten Rektor der Universität Johann Schröter, den Namen Neumühle bekam sie wegen einem Neubau den Schröter im Jahr 1597 ausführen ließ.
Den dritten Namen erhielt sie laut Adrian Beier, wegen der Wasserrinnen.
Es gibt aber keine Erklärung wie der Name Rhaniß mit Wasserrinnen zusammenhängt.
Möglicherweise vom Lateinischen "ranis" Frosch, wegen der Frösche die es dort sicher gab oder von "Rahnen" wie Regnen im Jenaer Dialekt genannt wurde, aber das ist alles nur eine Spekulation.
Am 30. Juni 1830 riss, die durch wolkenbruchartige Regenfälle angeschwollene Leutra einen großen Teil dieser Mühle weg.
Bis in die 1930'er Jahre ist die Neumühle auf Stadtplänen zu finden, wann die wiederaufgebaute Mühle aber endgültig abgerissen wurde, ist nicht bekannt.
Auf den Karten ist die Lage der Mühle deutlich erkennbar und die Ausschnitte geben einen Eindruck der sich ändernden Bebauung über die Zeit.
In der einzigen mir bekannten Aufnahme sieht man die Naumühle, gegenüber liegen die Gebäude der Talstraße 35, 31, 29 und 25. Auch das große Backsteingebäude existiert noch, es ist heute das Gasthaus "Leutraquelle".




