Bevor wir uns auf den Weg zum Kupferhütchen machen, nehmen wir uns einen Augenblick Zeit, um zu sehen was nicht mehr zu sehen ist.

Vom Lutherplatz aus blicken wir die Häuserfassaden entlang zum Spielzeugpavillon. An seiner Stelle standen einst eine Kapelle und ein Hospital.

Die 1354 erstmals erwähnte Kapelle kauft die Universität im Jahre 1564 vom Stadtrat, um daraus ein Hospital für Studenten einzurichten. Im Jahr 1784 hatte ein Hochwasser dem Hause so zugesetzt, dass es nur noch abgerissen werden konnte.
Auch das Hospital zu St.Nicolaus wird in der 1354 genannten Urkunde erwähnt. Es dient als Heimstätte für zwölf verarmte Männer. Der Unterhalt des Brüderhospitals wird durch den mit zahlreichen Ländereien versehenen Brückenhof und der Brückenmühle abgedeckt.

Das Brüderhospital wurde 1924 abgerissen.

Gegenüber des Brüderhospitals gleich neben der Universität, fand man bis 1945 das Griesbachsche Haus.

Das 1664 südlich neben dem Schlosskomplex von dem Baumeister Johann Moritz Richter d. Ä. erbaute Wohnhaus wird nach dessen Tod an den Herzog Bernhard von Sachsen-Jena verkauft, der es als Kanzlei einrichtet.

Später kaufte es der Professor für Theologie Johann Jakob Griesbach (1745-1812).

Wegen seiner Größe wird es im Volksmund auch "Kastell am Löbdergraben" bzw. Stadtgraben genannt.

Das Haus diente als Witwensitz für Herzogin Maria Charlotte und hier wohnt, in den Jahren 1795-1799,

Friedrich Schiller mit Familie und der Juraprofessor Seidensticker.

Das Haus hatte den größten Hörsaal Jenas, in dem 1789 Schiller und 1794 Fichte ihre Antrittsvorlesungen hielten.

So Aber nun komm mit zum Kupferhütchen…